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Argentinien: Temperamentvoller Süden

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Lebendige Städte, undurchdringliche Regenwälder, zerklüftete Gletscher – Argentinien ist pure Inspiration für die Sinne.

Argentinien ist wild, vielfältig und voller Kontraste. Das zeigt sich nicht nur in der internationalen Herkunft seiner Bewohner, denn ein Sprichwort in Südamerika sagt: „Die Mexikaner stammen von den Azteken ab, die Peruaner von den Inka, die Argentinier von den Schiffen".

Auch landschaftlich ist Argentinien atemberaubend vielfältig und wild. Von den berühmten Iguazú Wasserfällen in den tropischeren Gefilden im Norden bis zum schroffen und rauen Feuerland im Süden.

Auf einer Reise nach Argentinien darf die Hauptstadt Buenos Aires nicht fehlen. Hier können Sie die argentinische Kultur wie nirgendwo sonst erleben. Tango, Lebensfreude, aromatische Weine, Mate-Tee und eine vielfältige Küche sind hier zuhause.

Feinschmecker sollten in Buenos Aires auf jeden Fall einer Parrilla, einem Grillrestaurant, einen Besuch abstatten. Hier gibt es das typisch argentinische Steak. Sie werden merken, dass das vom Fachmann gegrillte Steak vor Ort noch tausendmal besser schmeckt, als das hierzulande. Leckere Schnitte sind zum Beispiel das Bife de Lomo, das Bife de Chorizo oder Colita de Cuadril. Genießen Sie diese grandiosen Spezialitäten des Landes am besten mit einem Glas Malbec Rotwein, direkt aus den heimischen Weinanbaugebieten.

Doch bevor Sie sich in die Feinheiten der argentinischen Küche vertiefen, sollten Sie die Stadt erkunden.

Beispielsweise lohnt sich ein Blick vom Palacio Barolo auf die Plaza Congreso. Das 1923 erbaute Gebäude war zu jener Zeit mit 100 Metern das höchste der Stadt. Der Palast ist gespickt mit Anspielungen auf Dantes Göttliche Komödie und ist daher in drei Abschnitte gegliedert: Hölle, Fegefeuer, Himmel. Auf dem Palast thront ein Leuchtturm, der in Richtung Montevides zeigt, der Hauptstadt Uruguays. Dort steht das Zwillingsgebäude des Barolo, der Palacio Salvo. Allerdings kommt man nur im Rahmen einer Führung auf das Dach des Palacios.

Das prächtige Casa Rosada am Plaza Mayo ist absolut sehenswert. Hier können Sie die Amts- und Repräsentationsräumlichkeiten des amtierenden Präsidenten von Argentinien und ein kleines Museum besichtigen. Allerdings hat der Präsident seinen Wohnsitz nicht im Casa Rosada, sondern in Olivos, einem ruhigen Vorort im Norden von Buenos Aires. Wenn der Präsident gerade im Casa Rosada zugegen ist, flattert unter der argentinischen Flagge eine weitere kleine Flagge. Eine kostenlose halbstündige Tour zeigt Besuchern die prunkvollen Empfangssäle und einige Büroräumlichkeiten des argentinischen Präsidenten und der Regierung. Weshalb das Gebäude rosarot ist, ist nicht restlos überliefert. Einer Theorie zufolge war der Palast ursprünglich rot. Im Jahr 1873 mischte Präsident Sarmiento die Farbe der Föderalisten mit dem Weiß der Unitaristen, um Einigkeit zu symbolisieren. Eine zweite Theorie besagt, dass die Mauern im 19. Jahrhundert mit Kalk und Rinderblut bestrichen wurden. Zu jener Zeit nicht unüblich, denn die Mischung behielt ihr Aussehen über einen langen Zeitraum ohne zu verblassen.

Der Caminito ist ein weiteres Must-See in der Hauptstadt. Die Straße ist eine etwa 100 Meter lange Fußgängerzone im Stadtteil La Boca. Die Ecke war für mehrere Jahre ein Schandfleck, bis der Künstler Benito Quinquela Martín zu Farbeimern griff und die Fassaden entlang der Straße bunt anstrich. Nachdem der Caminito 1959 zur Museums-Straße erklärt wurde, baute man 1960 am südlichen Ende eine hölzerne Theaterbühne. Diese wurde später durch ein richtiges Theater ersetzt. Heute ist die Straße zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden und eine beliebte Sehenswürdigkeit.

Auch die, von Santiago Calatrava entworfene Frauenbrücke, oder Puente de la Mujer, ist eine Besichtigung wert. Genauso wie der Congreso Nacional, das stattliche Gebäude des argentinischen Nationalkongresses.

Ein weiterer Tipp: Probieren Sie während Ihres Aufenthalts in Argentinien auf jeden Fall einen traditionellen Mate-Tee, denn was dem Engländer sein Five-o´clock-tea, ist dem Argentinier sein Zu-jeder-Tages-und-Nachtzeit-Mate. Diesen trinkt man traditionell aus einem ausgehöhlten und kunstvoll verzierten Kürbis, dem eigentlichen „mate“, denn das Gefäß gibt dem Getränk seinen Namen. Durch ein silbernes Saugrohr genießt man den „Yerba Mate“, den Tee. Am besten natürlich gemeinsam mit anderen. Der Tee wirkt beruhigend und stärkend zugleich und ist zudem sättigend und nährstoffreich. Kein Wunder also, dass bereits die Guaraní, eine indigene Bevölkerungsgruppe, das „grüne Gold der Indios“ liebten.

Eine Luxusreise nach Argentinien hat allerdings noch weitaus mehr zu bieten, als nur Buenos Aires.

Berühmt und beliebt sind die weltweit einzigartigen Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien. Auf einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern bestehen sie aus 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen, die bis zu 82 Meter in die Tiefe stürzen. Auf beiden Seiten der Wasserfälle finden sich Nationalparks, die zum UNESCO-Welterbe gehören. In der Sprache der indigenen Bevölkerung, der Guarani, bedeutet Iguazú so viel wie „großes Wasser“. Doch die Wasserfälle sind, wegen ihrer Größe und Form, auch als „Teufelsschlund“ bekannt.
Die Entstehung der Wasserfälle erklärt ein Mythos der Guarani erklärt als Werk, des vor Eifersucht rasenden Gottes Mboi oder Boi. Der bösartige und rachsüchtige Gott in Form einer Riesenschlange verlangte jedes Jahr eine Jungfrau. Doch eines Tages floh die Auserwählte gemeinsam mit ihrem Geliebten flussabwärts. (M)Boi bemerkte dies und schlug aus Zorn eine Schlucht in das Flussbett. Die Seele des Mädchens blieb in einem Felsen am Fuße des Wasserfalles gefangen. Ihr Geliebter verwandelte sich in einen Baum am Ufer des Teufelsschlundes, von wo aus er den Felsen im Auge behielt.

In der Provinz Salta, deren gleichnamige Hauptstadt für die herrliche spanische Kolonialarchitektur bekannt ist, befindet sich die Quebrada de Humahuaca. Die etwa 150 Kilometer lange und zwischen San Salvador de Jujuy und der Stadt Humahuaca gelegene Schlucht, ist eine der schönsten und spektakulärsten Schluchten. Sie ist als Teil des Inka-Pfades UNESCO-Welterbe und ist aufgrund ihrer bunten Farben einzigartig. Besonders anschaulich ist dies im Dorf Purmamarca mit dem Cerro de los Siete Colores, den Berg der sieben Farben. Nach einer Legende wurde der Berg von Kindern des Dorfes über sieben Nächte hinweg mit sieben Farben bemalt. Allerdings erklärt die Geologie die Farben mit der Beschaffenheit des Gesteins (weiß = Kalk, gelb = Schwefel, rot = Eisen, grün = Kupfer, und so weiter).

Noch weiter südlich, in der Region Patagonien, lohnt sich ein Besuch des einzigartigen Nationalparks Los Glaciares. Die Besonderheit des Parks sind die vielen Gletscher, die zum Teil im Gegensatz zu den meisten anderen Gletschern der Erde stetig wachsen. Die drei größten Gletscher sind der Perito-Moreno-Gletscher, der Upsala-Gletscher und der Viedma-Gletscher. Das schroffe und felsige Granitgebirge rund um den Mt Fitz Roy ist bei Wanderern und Bergsteigern sehr beliebt.

Ganz an der Südspitze Südamerikas findet sich das so genannte Feuerland. Eine Insel, so groß wie Sizilien. Insgesamt besteht das Feuerland allerdings aus vielen kleinen Inseln, die ein Archipel bilden. Der Beagle-Kanal ist eine natürliche Wasserstraße im Süden, die nach dem britischen Forschungsschiff Beagle, mit dem Robert FitzRoy die Wasserstraße 1831 entdeckte. Neben der bekannteren Magellanstraße ist der Beagle-Kanal die einzige Wasserstraße zwischen Pazifik und Atlantik. Insofern man die Drakestraße nicht dazu zählt, die auf offener See um das Kap Hoorn herumführt.
Tierliebhaber werden in dieser Gegend voll auf ihre Kosten kommen. Nicht nur zahlreiche Seelöwen nennen den rauen Süden ihr zuhause, auch die possierlichen Magellan Pinguine kann man hier antreffen. Das Besondere an diesen Pinguinen ist das Fehlen jeglicher Scheu vor dem Menschen. Es ist möglich sich ihnen bis auf Armlänge nähern, ohne dass sie flüchten oder aggressiv werden. Man muss sogar Acht geben ihnen nicht auf die Füße zu treten, so arglos sind diese Vögel.

Am Beagle-Kanal liegt zudem die südlichste Stadt Argentiniens, Ushuaia, was in der Sprache der Ureinwohner Yámana so viel bedeutet, wie „Bucht, die nach Osten blickt“. Von hier aus starten auch die meisten Expeditionen und Expeditionskreuzfahrten in das ewige Eis der Antarktis.

Insgesamt ist die Heimat des Tangos wie geschaffen für einzigartige Luxusreisen. In jedem Fall inspiriert und fasziniert die atemberaubende Vielfalt und Schönheit Argentiniens. Vielleicht ist das kontrastreiche Land im Süden Südamerikas wie gemacht für Ihren nächsten Luxusurlaub.

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